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Spitzenreiter, Spitzenreiter, Hey Hey Hey!

Die Kugel rollt wieder, sie rollt. Zur Punktspielpremiere der Mädchen auf dem neuen „Grün“ in Klein Rönnau traten am Sonntag die Mädchen B der Holstein Hockey- Mannschaft gegen die Mädchen B des SC Schwerin an. Der neue Kunstrasenplatz schien eine derartig große Anziehungskraft zu haben, dass es schwer fiel, Kugel, Schläger und Platz voneinander zu trennen und einfach mal zu schießen. Die Kugel wurde geführt, oft direkt am Schläger, am liebsten sogar durch die Torwärtin hindurch. Und selbst wenn die gegnerische Torwärtin bereits wie ein Käfer auf dem Rücken lag, wurde versucht, sie noch vor den Füßen der letzten Verteidigerin ins Tor zu tragen.

Bevor die Schweriner Verteidigerin in einem letzten Abwehrversuch die Kugel vor der sie hineintragenden Spielerin des Jahres in Fußballmanier von der Linie kratzte, brachte die Schusshemmung unserer Mädchen B die Trainerin fast zur Verzweiflung. Vom Spielfeldrand schallte es nicht nur einmal „Schieeeeeeeeß!“…. doch es wurde gerollt, quasi getragen. Unzählige Chancen wurden dadurch vergeben, die Geduld der Zuschauer über Gebühr strapaziert. Die B-Mädchen waren in ihrem ersten Spiel als Bs gegen die Mädchen vom SC Schwerin in weiten Teilen überlegen. Dass es nicht bereits zur Halbzeit schon 3:0 stand, lag lediglich daran, dass in der zurückliegenden Trainingszeit hauptsächlich an Ballsicherheit gearbeitet worden sein muss. Und ballsicher waren sie tatsächlich, unsere B-Mädchen, namentlich

Tabea, Lynn, Lilly, Johanna, Lenja, Hedda, Anabel, Lucie, Tjalda und Lieselotte.

Die Kugel klebte förmlich am Schläger. So sehr, dass sie nicht nur den Ball nicht wieder hergeben wollten, sondern auch sämtliche Angriffversuche der Schweriner Mädchen bereits frühzeitig durch Lieselotte und Lucie abgefangen wurden. Und wenn dann tatsächlich mal einer durchrutschte, stand mit Tabea eine neue Torwärtin im Tor, als hätte sie nie etwas anderes gepielt. Souverän wurde die Kugel nicht nur aus der Gefahrenzone sondern auch noch zur eigenen Mitspielerin gebracht.

In der Pause war dann der einhellige Rat an unsere Mädchen, das Ding einfach mal rauf- und reinzuschießen, was dann Lucie auch umsetzte. An dem 1: 0 hatte sie so viel Gefallen gefunden, dass sie auch nach dem bereits oben erwähnten Rettungsversuch der Schwerinerin zum Siebenmeter antrat…… und dabei die Rufe ihrer Trainerin „Nicht schießen, Lucie, schlenzen, SCHLENZEN! NICHT SCHIESSEN!“ wohl überhörte. Schon beim Ausholen konnte man sehen, was nun auf die Torhüterin einprasseln wird. Und so schlug die Kugel ein zweites Mal sprichwörtlich ein, wobei es beim Spielstand von 1:0 blieb. Die sichtliche Enttäuschung, kein zweites Tor erzielt zu haben sondern zurückgepfiffen worden zu sein, wich dann aber der Freude nach dem Schlusspfiff und dem mehr als verdienten 1:0. Da beide Mannschaften nach dem ersten Punktspiel noch viel Spaß am Hockey empfanden, kam man überein, noch ein Trainings-/Freundschaftsspiel zu spielen.